Weitere ökumenische Aktionen und Angebote

"Gremiengrillen"

Inzwischen ist es schon eine gute Tradition, dass sich mit dem Kirchenvorstand von St. Johannes, dem Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung aus St. Johannes die Mitglieder dieser Kirchengremien im Juli zu einem gemeinsamen Grillabend treffen. Dieses Jahr lud St. Johannes bei bestem Sommerwetter auf den Vorplatz des Gemeindezentrums ein und bei kulinarischen Freuden war beste Grundlage für gute Gespräche und Diskussionen geschaffen. Zur „Feier des Tages“ ließ Pfarrerin Dorothea Bezzel sogar kurz die Kirchenglocken mit „vollem Geläut“ erklingen.


70 Jahre Kriegsende in Gilching

Ökumenisch beging Gilching den 70sten Jahrestag zum Ende des zweiten Weltkrieges. Im Mittelpunkt des ökumenischen Gottesdienstes in St. Sebastian stand das Entzünden von sieben Gedenk-Fürbitt-Kerzen. Für jedes der seit 1945 vergangenen Jahrzehnte eine Kerze verbunden mit einer Bitte. Eine Bitte für die Jahre ohne Krieg bei uns, eine für alle die in diesen Jahren Krieg verhindert haben, eine für alle, die in den Kriegen gestorben sind, eine für alle, die ihre Väter und Großväter so gerne kennengelernt hätten, eine für alle die, die ihre schlimmen Erinnerungen

loswerden möchten, eine für alle, die die vor Krieg zu uns flüchten und eine

für alle die, die sich nach ihrer Heimat sehnen, wurde jeweils mit dem

Entzünden eine Kerze verbunden. Eine achte Kerze wurde am Ende des Gottesdienstes dann für eine Zukunft in Frieden und Gerechtigkeit entzündet.

Die Feier wurde musikalisch begleitet von Markus Schwaiger am Klavier und Erich Lutz mit dem Saxophon.

Nach dem Gottesdienst wurden diese Bitten zum Kriegerdenkmal im Altdorf getragen. Auch hier wurden wieder acht Kerzen entzündet und weiße Rosen neben den Bitten niedergelegt.

Martin Pilgram


Bonhoeffer begegnet Delp

Zum Auftakt der Langen Nacht der Musik kommt das Aschauer Kammermusik Ensemble unter der Leitung von Jörg Müller mit einem einmaligen Projekt nach Gilching

Der evangelische Pfarrer Dietrich Bonhoeffer und der katholische Jesuitenpater Alfred Delp sind sich nie begegnet. Beide haben wegen ihrer unterschiedlich ausgerichteten Mitarbeit in Widerstandsgruppen gegen das nationalsozialistische Regime ihr Leben verloren. Alfred Delp wurde im Februar 1945 in Berlin hingerichtet, Dietrich Bonhoeffer zwei Monate später im April. Beide Theologen haben ergreifende Glaubenszeugnisse hinterlassen: Worte, die von Hoffnung und Zuversicht, vom Vertrauen in Gottes Nähe sprechen.Doch können wir auch von Zweifeln und Ängsten, von Verlassenheit und Niedergeschlagenheit bei ihnen lesen. Nicht immer ist diesen beiden Männern,auf die wir heute mit viel Bewunderung blicken, alles leicht gefallen. „Bonhoeffer trifft Delp“- so lautet der Titel einer musikalischen Veranstaltungdes Aschauer Kammermusik Ensemble. Die Gruppe um die beiden Komponisten Jörg Müller und Andi Reichhelm hat dieses Musikprojekt eigens zum Ökumenischen Kirchentag initiiert. Texte, Briefe und Gebete des lutherischen Theologen Dietrich Bonhoeffer und des Jesuitenpaters Alfred Delp werden durch die musikalische Bearbeitung vertieft und erlebbar gemacht. Projizierte Fotos stellen zudem einen Zugang zur Zeitgeschichte her. Dabei sollen alle Facetten ihrer Persönlichkeiten zur Geltung kommen, wenn auch deutlich ist: Glaube, Liebe und Hoffnung behalten„das letzte Wort“. Das siebenköpfige Ensemble tritt in einer Besetzung mit folgenden Instrumenten auf: Geige, Querflöte, Oboe, Klarinette, Hackbrett und Kontrabass, Gitarre undSaxophon, E-Piano und Akkordeon auf. Die Veranstaltung fand am Freitag, den 22. Oktober 2010 um 18.30 Uhr, in der Aulades Christoph-Probst-Gymnasiums in Gilching statt.